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Spirituelle Therapie
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Sammasati - Ausbildung in Humanistischer und spiritueller Therapie, Modul II

18. Mai 2017 - 14. Oktober 2018

Im zweiten Modul werden die Teilnehmer in die Praxis der therapeutischen Arbeit eingeführt. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer therapeutischen Haltung, die von Liebe, Akzeptanz, Offenheit und Präsenz geprägt ist. Es erfolgt die Vermittlung von Wissen, das Erlernen der Gestaltung von Einzel­sitzungen und der Einsatz verschiedener therapeutischer Werkzeuge.

Modul II besteht aus elf Trainingseinheiten und zwei Supervisionswochenenden. Teil des Trainings ist die Begleitung jedes einzelnen Teilnehmers durch sechs Einzelsitzungen mit einem Mentor aus dem Trainerteam.

bei entsprechender Vorerfahrung ist es möglich, die Ausbildung mit dem zweiten Modul zu beginnen. Dazu ist ein Interview mit einem der Seminarleiter erforderlich.

Therapeutische Kunstfertigkeiten
… bilden das Fundament der Ausbildung. Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch das zweite Modul. In ihnen wird das Grundverständnis therapeutischen Arbeitens vermittelt. Die gesamte Vielfalt der Inter­aktion zwischen Therapeut und Klient wird erforscht, in der Praxis­ erfahren und geübt.
Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, wie sich der Lernende in der therapeutischen Arbeit selbst erfährt. Je mehr Wachheit und Bewusstheit der Therapeut entwickelt, umso mehr kann er den Klienten in der Begegnung mit sich selbst unterstützen.

Wir erachten es als sehr wichtig und wertvoll, dass die Erarbeitung und Behandlung der einzelnen Themen an der praktischen Arbeit orientiert ist. Das heißt, die Lernenden beginnen Sitzungen oder Teile von Sitzun­gen selbst durchzuführen. Dadurch werden sie Schritt für Schritt in die therapeutische Arbeit eingeführt und lernen aus den daraus resultierenden Fragen und Antworten.

 

Die Themen in Modul II:


Präsenz und Arbeiten aus der Mitte
Diese beiden Abschnitte des zweiten Moduls stellen eine Einführung in dieGrundlagen therapeutischer Arbeit im Rahmen der spirituellen Therapie dar. Da ist zunächst die innere Haltung und der Raum, aus dem heraus der Therapeut seine Arbeit aufnimmt. Die Begegnung zwischen Therapeut und Klient kann nur fruchtbar sein, wenn der Therapeut frei ist von Vorstellungen und Idealen darüber, wer der Klient ist oder sein soll. In dieser Freiheit und Atmosphäre der Unvoreingenommenheit kann der Klient beginnen sich zu öffnen, sich selbst zu entdecken und mitzuteilen.

Es wird gezeigt, wie der Therapeut diesen Raum zunächst einmal in sich selbst findet und was ihn daran hindert, sich selbst in diesem Raum zu bewegen: Ambitionen, Versagensängste, der Wunsch nach Kontrolle und vieles mehr können Therapeut und Klient beeinträchtigen. Sich nicht in diesem Dickicht von Richtig und Falsch, Gut und Böse, Erfolg und Misserfolg zu verlieren, sondern sich des „offenen Raumes“ immer wieder zu erinnern – also wach und bewusst zu bleiben – ist der Schlüssel, durch den Technik zu Liebe und Therapie zu Transformation wird.
 

Die Arbeit mit Inneren Dynamiken nach der Methode des Voice Dialogues
Die menschliche Psyche ist energetisch dynamisch und sehr vielschichtig. Ihre sich gegenseitig widerstrebenden Anteile verhindern oder hemmen oft die Entfaltung unseres essenziellen Selbst. Mithilfe der Methode des Voice Dialogues lernen wir zu unterscheiden zwischen inneren Stimmen, die aus Erfahrungen und Prägungen der Kindheit oder unseres Erwachsenenlebens stammen und den essenziellen Qualitäten deines Selbst. Es wird ermöglicht, die inneren Stimmen direkt erfahrbar, sichtbar, hörbar und im physischen Raum fühlbar werden zu lassen. Innere Konflikte werden in ihrer energetischen Dynamik greifbar. Jede Stimme bekommt ihren Platz, kann in liebevoller Akzeptanz integriert und neu verhandelt werden.

Ressourcenorientiertes Arbeiten
Dieser Abschnitt ist darauf abgestimmt, ein grundlegendes Verständnis von Schock und Trauma zu vermitteln sowie praktische Fertigkeiten zu lernen, die helfen, in der Praxis damit umzugehen. Richten wir unseren Blick auf traumatische Störungen in der Therapie, dann geht kein Weg an der Körperwahrnehmung vorbei. Traumatische Ereignisse im Leben eines Menschen sind im Körper gespeichert und nur durch körperliche Wahrnehmung können sie aufge löst und geheilt werden.

Ein psychisches Trauma ist ein Ereignis, dass die Stimulusbarrieren des Körpers durchbricht und überwältigende Gefühle der Hilflosigkeit auslöst, die sich auf das Nervensystem auswirken. Durch das Zurück erlangen der Empfindungsfähigkeit im Körper können wir wieder einen Ort der Sicherheit in unserem Körper wahrnehmen, und so langsam Schritt für Schritt das Trauma auflösen.
Dies ist ein sehr heilender Prozess, in dem wir lernen Ressourcen zu aktivieren, die dem Klienten helfen aus der Erstarrung wieder in die Lebendigkeit zu kommen.

 

Körper- und Charaktertypologie
In diesen beiden Abschnitten des Trainings lernen wir die unterschiedlichen Körper- und Charaktertypen nach Wilhelm Reich kennen. Reich unterschied fünf Charaktertypen, die alle durch familiäre und gesellschaftliche Prägungen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen der frühen Kindheit entstehen.
Diese Prägungen wirken sich auf Körper und Psyche aus. Sie sind sichtbar in der Körperhaltung und den Verhaltensmustern und drücken sich durch Vorlieben, Gewohnheiten, Ängste und Stärken aus.

Wir alle sind durch diese Entwicklungsphasen gegangen und wurden in jeder auf eine ganz spezifische Weise geprägt. Wenn wir uns mit den Charaktertypen und ihren Merkmalen befassen, stellen wir fest, dass sich meist einer der Typen am stärksten herausgebildet hat und sich im Leben des Klienten besonders zeigt.

In der Therapie kann durch das Lesen der Körperstruktur eine Diagnose erstellt werden. Die Körperhaltung gibt Aufschluss über die emotionalen Strukturen und Themen des Klienten und kann richtungweisend für die Art der therapeutischen Arbeit sein. Passend zu jedem Körpertyp werden ausgesuchte körperorientierte Übungen und Interventionen vermittelt die in der Einzelsitzung angewendet werden können.

 

Projektionen als Spiegel
In dieser Trainingssequenz möchten wir die Mechanismen von Pro jektion, der Übertragung und Gegenübertragung in der therapeutischen Beziehung zwischen Therapeut und Klient verstehen. Sie geben uns einerseits wertvolle Hinweise, um die Geschichte und die Persön lich keitsentwicklung des Klienten zu verstehen. Andererseits konfrontieren sie den Therapeuten mit seinen eigenen ungelösten Themen.

Unbewusster Umgang mit diesen Projektionen führt zu einer Wie derholung schädigender Beziehungen aus der Kindheit und führt schließlich zu einem Scheitern der Therapie. Der bewusste Umgang mit Projektionen ist ein machtvolles „Werkzeug“, das wir nutzen können.

 

Entwicklungspsychologie und Essenzarbeit
Die moderne Psychologie betrachtet die Entwicklung des Egos als eigenständigen vollständigen Prozess. In der spirituellen Lehre wird die Entwicklung des Egos fast immer als falsch oder nicht erstrebenswert betrachtet. Es wird versucht, über das Ego hinauszugehen, es zu transzendieren.
Diese Trainingssequenzen vermitteln die Grundlagen entwicklungspsychologischer und spiritueller Arbeit. Wir betrachten die Ego-Entwicklung und spirituelle Transformation als einen einheitlichen Prozess der menschlichen Evolution. Im Vordergrund steht das Verständnis von Konditionierung und wie die dadurch entstandene Identifikation mit der Persönlichkeit oder dem Ego uns von unserer Buddha-Natur entfremdet. Es werden therapeutische Werkzeuge erlernt und eingeübt, die den Klienten auf seinem Weg von der Identifikation mit der Vergangenheit in die Gegenwart unterstützen.

Unser Selbstbild, das, was wir zu sein glauben, wird geprägt durch Erfahrungen in den verschiedenen Entwicklungsphasen unserer Kindheit. Wachstum ist, zumindest teilweise, ein Prozess der Dekonditionierung. Dabei führt eine bewusste Erfahrung zu einer Veränderung des Selbstbildes und essenzielle, unterdrückte Teile des Individuums werden befreit.  

 

Systemisches Verständnis in der offenen Sitzung
Kaum eine andere Therapiemethode hat in den letzten Jahren so viel Verbreitung und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gefunden wie das Familienstellen.
Bert Hellinger hat ein bereits bekanntes Verständnis über Zusammenhänge in Familiensystemen aufgegriffen, vertieft und weiterentwickelt. Diese Zusammenhänge folgen bestimmten Gesetzen, die er „Ordnungen der Liebe“ nannte. Es entstand eine Arbeit, die bald weit über den Therapeutischen Rahmen hinaus, Einsichten in die Geheimnisse des Lebens und die intimen Zusammenhänge menschlicher Existenz erlaubt. Wenn Bert Hellinger vom Arbeiten aus der „leeren Mitte“ heraus spricht, beschreibt er eine meditative Grundhaltung, die Grundlage der spirituellen Therapie ist.

In diesem Abschnitt geht es darum, Grundzüge dieser Arbeit kennenzulernen, um sie in die Einzelarbeit mit Klienten einbeziehen zu können. Begriffe wie „wissendes Feld“, „Verstrickung“, „unterbrochene Hinbewegung“, „Primärgefühle“, „Sekundärgefühle“ werden erklärt. Ihr Verständnis erweitert den Spielraum therapeutischer Interventionen. Zugleich führt diese Arbeit Therapeut und Klient in einen Raum, der von Stille, Absichtslosigkeit und Nicht-Urteilen geprägt ist. Er erkennt und nimmt an, was ist, und führt so weiter in den Fluss des Lebens.

 

Supervisionswochenenden
Als sechster und zehnter Teil von Modul II finden zwei Supervisionswochenenden statt. Sie dienen der Vertiefung des bereits Erlernten. Es werden keine neuen Lerninhalte vermittelt; der Fokus liegt auf der praktischen Anwendung des bereits Erarbeiteten. Dazu gehört das Geben von Einzelsitzungen, die von
einer dritten Person supervidiert werden. Feedback und Erfahrungsaustausch werden in diesem geschützten Rahmen den Mut für weitere Öffnung und Exploration stärken.

 

Integration und Abschluss
Modul II schließt mit einem Integrations- und Abschlussteil ab. Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung von Grundkenntnissen und das Erlernen von Methoden der spirituellen Psychotherapie, sodass sie eigenständig als Einzeltherapie angewandt werden kann. Obwohl wir darauf achten, Leistungsaspekte so weit wie möglich aus der Ausbildung herauszuhalten, finden wir es notwendig, einen Prozess der Selbsteinschätzung sowie die Reflexion und Integration des Gelernten zu fördern. Die Teilnehmer haben Gelegenheit, sich in Form einer eigenständig durchgeführten Einzeltherapie und durch Dokumentation der Begleitung eines Therapieprozesses zu präsentieren. Hierbei sollen nicht nur die erlernten Verfahren und Methoden, sondern auch die Entwicklung der meditativen Präsenz im Mittelpunkt stehen.

Dieser Ausbildungsteil wird mit der Vergabe eines Zertifikats abgeschlossen. Es berechtigt zur Teilnahme an den aufbauenden Lehrassistenzen sowie an fortlaufenden Supervisionen.

 

Lehrassistenz
Modul I und II stellen die Grundausbildung dar und liefern eine Basis für den Beginn der Tätigkeit als Therapeut. Die Lehrassistenz bietet die Möglichkeit, das bis dahin Erlernte zu vertiefen: Zum einen gehört dazu die Teilnahme an neuen Ausbildungsgängen als Lehrassistent und zum anderen die Teilnahme an Supervisionen und damit das Üben therapeutischen Arbeitens mit dem Feedback und der Unterstützung durch die Trainer. Gerade im Hinblick auf den eigenen Wachstumsprozess ist dies von besonderem Wert und führt die angefangene Entwicklung weiter. Die Lehrassistenz unterstützt dabei, den Schritt in die eigenständige therapeutische Arbeit zu wagen. Darüber hinaus können spezielle Begabungen und Interessen erkannt und gefördert werden.

Themen & Termine

Sammasati - Ausbildung in Humanistischer und spiritueller Therapie, Modul II

Präsenz und Arbeiten aus der Mitte I
18. – 21. Mai 2017
mit Ramateertha Doetsch

Präsenz und Arbeiten aus der Mitte II
13. – 16. Juli 2017
mit Samarona Buunk und Subodhi Schweizer

Die Arbeit mit inneren Dynamiken

7.  – 10. September 2017
mit Anando Würzburger

Ressourcenorientiertes Arbeiten
5.  – 8. Oktober 2017
mit Anando Würzburger

Körper und Charaktertypologie I
23. – 26. November 2017
mit Subodhi Schweizer

Körper- und Charaktertypologie II
11. – 14. Januar 2018
mit Subodhi Schweizer

Supervision
17. – 18. Februar 2018
mit Anando Würzburger

Projektionen als Spiegel
5. – 8. April 2018
mit Anando Würzburger und Ramateertha Doetsch

Entwicklungspsycholgie und Essenzarbeit I
24. – 27. Mai 2018
mit Samarona Buunk

Entwicklungspsycholgie und Essenzarbeit II
5. – 8. Juli 2018
mit Samarona Buunk

Supervision
4. – 5. August 2018
mit Samarona Buunk

Systemisches Verständnis in der offenen Sitzung
13. – 16. September 2018
mit Ramateertha Doetsch

Integration und Abschluss
13. – 14. Oktober 2018
Anando Würzburger und Ramateertha Doetsch

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter der Seminarkoordination unter info@uta-akademie.de

 

 

Preis: 
€ 5690.00
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Preis mit der UTA Friends Card: € 5.490,-
Preis inkl. Unterrichtsmaterial, sechs Einzelsitzungen und Übernachtung im Seminarraum, wenn gewünscht.

Ratenzahlung:
pro Teil € 410,- zzgl. einer Anzahlung von € 500,-

Voraussetzung:
Ein persönliches Vorgespräch mit einem der Trainer