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Training in Hara Awareness Massage

Hara - die Kraft aus der Mitte

Wir brauchen ein gutes Bauchgefühl
Unsere Mitte zu spüren und zu wissen, wer wir im Innersten sind, hilft uns auf unseren eigenen Füßen zu ste- hen und dem Leben selbstbewusst und offen zu begegnen. Manchmal ist unser Bauch dem Kopf einen Schritt voraus. Wenn wir verliebt sind, melden sich die Schmetterlinge im Bauch. Läuft mal alles schief, haben wir Wut im Bauch. Und die besten Entscheidungen sind oft die, die wir aus dem Bauch heraus treffen. Unser Bauchgefühl gibt uns klare Botschaften über unsere Bedürfnisse, was stimmig für uns ist und was zu tun ist.
Durch übermäßige Anpassung haben wir verlernt, diese innere Stimme wahrzunehmen und nach ihr zu handeln. Dieser innere Konflikt manifestiert sich körperlich als Anspannung und energetische Blockaden im Bauch und in der Wirbelsäule. Es fällt uns schwer, tief und entspannt in den Bauch zu atmen. Dadurch verlieren wir die Verbindung zu unserer eigenen Kraft und orientieren uns zu sehr im Außen. Im Beruf, in unserer Partnerschaft oder in unseren täglichen Beziehungen geraten wir leichter in emotionale Abhängigkeit.
Hara Awareness ist ein spielerischer und leichter Weg den gesunden Kontakt zu unserer eigenen Mitte über Körper- und Bewusstseinsarbeit wieder herzustellen. Wir entwickeln ein gutes Gefühl zu uns selbst.

Hara: Quelle des Lebens
In den traditionellen chinesischen und japanischen Heil- und Kampfkünsten wird der Bauch, das Hara, als unser wichtigstes Energiezentrum angesehen. Nach der chinesischen Medizin entspringen im Bauch alle Meridiane (Energiebahnen) und allen Organen sind hier Reflexzonen zugeordnet. Der menschliche Körper wird verglichen mit einem Baum: Das Hara sind die Wurzeln, die durch die universelle Lebensenergie genährt werden und an den Körper weitergeben. Mit dem eigenen Hara verbunden zu sein bedeutet also gleich- zeitig in Verbindung mit dem Großen Ganzen, dem Kosmischen zu sein.

Der Bauch – ein zentraler Platz für die Selbstregulation des Körpers
Ist unser Bauch blockiert, werden wichtige Körperfunktio- nen nur mangelhaft ausgeführt. Unser Darm z.B. ist keines- wegs nur für die Verdauung zuständig. Er ist ein komplexes und intelligentes Organ, das auch auf unser Gefühlsleben Einfluss hat. Das sogenannte Bauchhirn enthält Millionen von Nervenzellen und produziert wichtige Botenstoffe für unser Gehirn, sogenannte Glückshormone die Glücksgefühle und Wohlbefinden hervorrufen. Der Bauch ist auch der Sitz unseres Immunsystems. 80% der Immunzellen befinden sich im Darm. Um diese Funktionen ausführen zu kön- nen, brauchen wir eine gesunde Bauchatmung und energe- tische Fülle. Unter Stress jedoch wird die Bauchatmung flach oder komplett ausgeschaltet. Unser System «hängt» sich auf und statt sich wieder zu entspannen, bleibt es in einem an- dauernden Spannungszustand.

Wie die Samurai mit Stress umgehen
Ein wichtiger Teil in den asiatischen Kampfkünsten besteht darin, einen guten Kontakt zur Erde herzustellen und ihn energetisch zu nutzen. Das hilft, selbst in Momenten größter Gefahr, entspannt zu bleiben. Wenn wir uns gestresst und ängstlich fühlen, tendieren wir dazu «den Boden unter den Füßen» zu verlieren. Eine gute Erdung hilft Spannung abzuleiten und in unserer Kraft zu bleiben.

Auch Emotionen brauchen ein Zuhause
Ein Verbundensein mit unserem Hara und eine gute Erdung ermöglichen uns, Emotionen in unser Bewusstsein aufsteigen zu lassen, ohne uns in ihnen zu verlieren oder von ihnen über- flutet zu werden. Ein gesundes Hara gibt unseren Emotionen einen ruhenden Halt – «die Stille im Sturm». So können wir fühlen, was ist, und gleichzeitig entspannt bleiben.

„Dies sind die drei Zentren: Hara – fünf Zentimeter unterhalb des Bauchnabels –, Herz und Kopf. Der Kopf ist die äußerste Grenze; wenn du am weitesten entfernt von deinem Wesen bist, bist du im Kopf. Wenn du näher an deinem Wesen bist, bist du im Herzen. Wenn du genau im Zentrum bist, so bist du im Hara. Und nur durch das Hara verschwindet die Angst. Nur durch das Hara lebst du zum ersten Mal authentisch, ehrlich, ohne Angst. Und dieses Leben muss gelebt werden.“ Osho